„Arbeitsintegration ist eine gute Möglichkeit, seinen eigenen Betrieb mit neuen Augen zu betrachten.“

Marco de Zanet, Sales Manager bei Manor Zürich, hat Herrn B. durch Vermittlung des Stellennetzes einen Arbeitseinsatz angeboten und ihn danach fest angestellt. Wir fragten ihn, was aus Arbeitgebersicht die Erfolgsfaktoren einer gelungenen Eingliederung sind.

Was ist Ihre Motivation, Stellensuchenden wie Herrn B. eine Chance bei Manor zu geben?
Manor legt viel Wert darauf, seine soziale Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft wahrzunehmen und jedem Menschen eine Chance, oder auch mehrere Chancen, zu geben. Wir sind ein multikulturelles Unternehmen und achten weniger auf Alter oder Herkunft, sondern mehr auf die Leidenschaft für den Beruf. Mitarbeiter mit Einschränkungen werden bei uns nach Möglichkeit weiterbeschäftigt, denn das ganze Team profitiert von der Zufriedenheit, dass wir für die betroffenen Menschen etwas bewirken konnten.

Wie ist der Arbeitseinsatz von Herrn B. verlaufen?
Herr B. hat sehr schnell in seinen erlernten Beruf zurückgefunden. Natürlich hat ihm am Anfang noch die Routine gefehlt, zum Beispiel wenn er mehrere Kunden parallel bedienen musste, er hatte das nötige Rüstzeug aber in sich und konnte es rasch wieder aktivieren.

Wie empfanden Sie die Zusammenarbeit mit dem Stellennetz?
Die Zusammenarbeit ist angenehm, der Aufwand auf unserer Seite ist minimal, wir tauschen uns in sinnvollen Abständen aus und an einem Standortgespräch werden der Verlauf und weitere Schritte unter den Beteiligten abgesprochen. Hilfreich ist auch, dass wir immer eine feste Ansprechperson haben und wissen, dass diese bei Problemen jederzeit zur Verfügung steht.

Wie ist die Situation von Herrn B. heute?
Herr B. ist heute voll in das Team integriert und ein erfolgreicher Verkaufsberater. Er ist Manor dankbar dafür, diese Chance erhalten zu haben, und daher sehr loyal. Aus unserer Erfahrung, auch mit anderen Personen aus der Arbeitsintegration, wissen wir, dass das Wichtigste ist, dass die Teilnehmenden offen umgehen mit ihrer Situation und ehrlich gegenüber dem Team sind.

Was raten Sie anderen Arbeitgebern, die überlegen, solche Arbeitseinsätze anzubieten?
Wenn man eine Person nach mehr oder weniger langer Stellenlosigkeit einstellt, ist dies eine gute Möglichkeit, seinen eigenen Betrieb mal wieder mit neuen Augen zu betrachten. Die Teamdynamik wird beleuchtet und die Mitarbeitenden lernen, mehr Rücksicht zu nehmen auf besondere Bedürfnisse. Wenn man „normale“ Kandidaten einstellt, sieht man ja nicht, welche Problematik die Person mit sich herumträgt, bei einem Teilnehmenden aus der Arbeitsintegration hingegen liegt vieles offen auf dem Tisch und kann besprochen werden.